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Worauf solltest du bei Buchhaltungssoftware in Österreich achten?

In Österreich zählen andere Punkte als in Deutschland: Deine Steuerberatung liest meist BMD oder RZL ein, die UVA geht über FinanzOnline, und an den Bund schickst du E-Rechnungen. Schau deshalb nicht nur auf den Preis.

  1. Preis bei deinem Umfang

    Viele Pakete begrenzen Belege, Rechnungen oder Nutzer, und Export oder Bankanbindung gibt es oft erst im größeren Paket. Rechne mit dem Paket, das du wirklich brauchst.

    Frag den Anbieter

    Was kostet das Paket mit BMD- oder RZL-Export und Bankanbindung bei der Zahl an Belegen, die ich im Monat habe?

  2. Export nach BMD oder RZL

    Arbeitet deine Steuerberatung mit BMD oder RZL, spart ein Export in diesem Format das Abtippen. Eine gewöhnliche CSV-Datei muss sie oft erst umbauen.

    Frag den Anbieter

    Gibt es einen Export nach BMD oder RZL, und in welchem Paket?

  3. UVA über FinanzOnline

    Hattest du im Vorjahr mehr als 55.000 € Umsatz, reichst du die Umsatzsteuervoranmeldung elektronisch über FinanzOnline ein. Erstellt die Software die UVA und sendet sie, musst du keine Zahlen übertragen.

    Frag den Anbieter

    Erstellt die Software die UVA (U30) und übermittelt sie über FinanzOnline, oder nur eine Datei zum Hochladen?

  4. E-Rechnung an den Bund

    Lieferst du an Bundesdienststellen, musst du seit 2014 strukturierte E-Rechnungen schicken, über das Unternehmensserviceportal oder PEPPOL. Ein PDF reicht dafür nicht.

    Frag den Anbieter

    Kann ich Rechnungen als ebInterface oder über PEPPOL an den Bund schicken, und kostet das extra?

  5. Daten in der EU und ein AV-Vertrag

    In der Buchhaltung stehen Daten von Kunden und Lieferanten. Der Anbieter verarbeitet sie für dich, also brauchst du nach der DSGVO einen Auftragsverarbeitungsvertrag, und am besten bleiben die Daten in der EU.

    Frag den Anbieter

    Wo stehen meine Daten, und wo finde ich den AV-Vertrag und die Liste der Unterauftragsverarbeiter?

  6. Export und Wechsel

    Deine Unterlagen bewahrst du mehrere Jahre auf, länger als du ein Programm vielleicht nutzt. Wechselst du, musst du Buchungen und Belege mitnehmen oder weiter einsehen können.

    Frag den Anbieter

    Kann ich alle Buchungen und Belege in einem offenen Format exportieren, und komme ich nach der Kündigung noch an meine Daten?

Häufige Fragen zur Wahl von Buchhaltungsprogramme

Worauf solltest du bei Buchhaltungssoftware in Österreich achten?

Achte vor allem auf Preis bei deinem Umfang, Export nach BMD oder RZL, UVA über FinanzOnline, E-Rechnung an den Bund, Daten in der EU und ein AV-Vertrag und Export und Wechsel. Bei jedem Punkt erklären wir, warum er zählt und welche Frage du dem Anbieter stellst.

Welche Fragen stellst du einem Anbieter von Buchhaltungsprogramme?

Was kostet das Paket mit BMD- oder RZL-Export und Bankanbindung bei der Zahl an Belegen, die ich im Monat habe? Gibt es einen Export nach BMD oder RZL, und in welchem Paket? Erstellt die Software die UVA (U30) und übermittelt sie über FinanzOnline, oder nur eine Datei zum Hochladen? Kann ich Rechnungen als ebInterface oder über PEPPOL an den Bund schicken, und kostet das extra?

Wie viele Buchhaltungsprogramme im Ratgeber kannst du kostenlos nutzen oder testen?

In unserem Ratgeber stehen 6 Buchhaltungsprogramme. 2 davon haben eine kostenlose Version und 4 eine kostenlose Testphase, laut der Website des Anbieters.

Quellen

  1. Unternehmensserviceportal: Umsatzsteuervoranmeldung
  2. Unternehmensserviceportal: e-Rechnung an die öffentliche Verwaltung
  3. RIS: IKT-Konsolidierungsgesetz § 5
  4. EUR-Lex: Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), Art. 28

Texte und Quellen geprüft am . Die Zahlen folgen aus den Fakten im Ratgeber. Regeln können sich ändern; maßgeblich ist die Quelle. Das ist eine Erklärung, keine Rechts- oder Steuerberatung.

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